Berühmte Deutsche – geboren im Juni

Erich Maria Remarque
(geboren als Erich Paul Remark)

Geboren: 22. Juni 1898 in Osnabrück
Gestorben: 25. September 1970 in Locarno (Schweiz)

Erich Maria Remarque war einer der bekanntesten deutschen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Der Künstlername Erich Maria Remarque entstand Anfang der 1920er Jahre. Ab 1921 verwendete der junge Journalist und Autor gelegentlich die französische Schreibweise Remarque. Den zweiten Vornamen Maria verwendete er ab November 1922, um damit seine Verehrung für Rainer Maria Rilke zum Ausdruck zu bringen. Zugleich ehrte er damit das Andenken seiner Mutter Anna Maria. Während des Ersten Weltkriegs wurde er als junger Mann zum Militär eingezogen und an der Front schwer verletzt. Diese Erfahrungen beeinflussten später sein gesamtes literarisches Werk.

Erich Maria Remarque im Jahr 1929
Foto: Bundesarchiv, Bild 183-R04034 / Unknown author / CC-BY-SA 3.0

Sein berühmtester Roman ist: „Im Westen nichts Neues“ (1928). Das Buch beschreibt die Grausamkeit des Krieges aus der Sicht eines einfachen Soldaten und wurde weltweit bekannt. Weitere wichtige Werke sind: „Drei Kameraden“, „Arc de Triomphe“, „Der schwarze Obelisk“, „Zeit zu leben und Zeit zu sterben“.

Bedeutung für die Demokratie

Nach dem Zweiten Welt Krieg wurden Remarques Bücher besonders wichtig für die demokratische Erneuerung Deutschlands.

Seine Literatur half:

  • die Verbrechen von Krieg und Diktatur kritisch zu reflektieren;
  • demokratische Werte wie Frieden, Freiheit und Menschenrechte zu stärken;
  • eine Kultur der Erinnerung und Verantwortung zu entwickeln.

Heute werden seine Werke in Schulen und Universitäten gelesen und gelten als wichtiger Beitrag zur politischen Bildung und zur demokratischen Kultur Deutschlands.

Fazit

Erich Maria Remarque wurde zu einer wichtigen Stimme:

  • gegen Krieg und Diktatur;
  • für Humanismus und Frieden;
  • für demokratische Werte und kritisches Denken.

Sein literarisches Werk beeinflusst bis heute das Verständnis von Demokratie und Verantwortung in Deutschland und weltweit.

Auszeichnungen
  • Weltweiter literarischer Erfolg
  • Mehrere Verfilmungen seiner Werke
  • „Im Westen nichts Neues“ gilt bis heute als einer der wichtigsten Antikriegsromane der Weltliteratur

Anne Frank

Geboren: 12. Juni 1929 in Frankfurt am Main
Gestorben: Februar oder März 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen

Anne Frank war ein jüdisches Mädchen deutscher Herkunft und wurde weltweit durch ihr Tagebuch bekannt. Sie gehört heute zu den bekanntesten Opfern des Holocausts.

Anne Frank im Dezember 1941
Foto: gemeinfrei
Familie und frühes Leben

Anne Frank wurde als Tochter von Otto Frank und Edith Frank geboren. Sie hatte eine ältere Schwester namens Margot.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 emigrierte die Familie wegen der Verfolgung der Juden in die Niederlande und lebte in Amsterdam.

Leben im Versteck

Während des Zweiten Weltkriegs verschlechterte sich die Situation für jüdische Familien immer mehr. 1942 musste sich die Familie Frank verstecken.

Anne lebte mit ihrer Familie und weiteren Personen mehr als zwei Jahre lang in einem Hinterhaus in Amsterdam, dem sogenannten „Geheimen Annex“.

Während dieser Zeit schrieb sie ihr berühmtes Tagebuch: „Das Tagebuch der Anne Frank“.

Darin beschrieb sie:

  • ihren Alltag im Versteck
  • ihre Ängste und Hoffnungen
  • ihre Gedanken über Krieg, Freiheit und Menschlichkeit

Das Tagebuch gilt heute als eines der wichtigsten persönlichen Dokumente aus der Zeit des Holocausts.

Anne Frank selbst war noch ein Kind, wurde aber direkt Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung.

1944 wurde das Versteck entdeckt. Anne und ihre Familie wurden verhaftet und in Konzentrationslager deportiert. Anne starb kurz vor Kriegsende im Lager Bergen-Belsen an Krankheit und Entkräftung.

Ihr Vater Otto Frank war das einzige Familienmitglied, das den Krieg überlebte. Er veröffentlichte später Annes Tagebuch.

Bedeutung und weltweite Bekanntheit

Anne Frank wurde berühmt, weil ihr Tagebuch die menschliche Seite der Geschichte zeigt.

Ihr Werk wurde:

  • in viele Sprachen übersetzt
  • weltweit gelesen
  • mehrfach verfilmt und fürs Theater bearbeitet

Anne Frank gilt als Symbol gegen Diktatur, Antisemitismus und Menschenrechtsverletzungen. Ihr Tagebuch zeigt die Gefahren des Nationalsozialismus und die Folgen von Hass und Diskriminierung.

Ihre Geschichte betont:

  • die Bedeutung von Freiheit und Menschenrechten;
  • die Wichtigkeit von Toleranz und Demokratie;
  • die Verantwortung, gegen Rassismus und Gewalt einzutreten.

Heute wird ihr Tagebuch weltweit in Schulen gelesen und gehört zu den wichtigsten Dokumenten der Erinnerungskultur.

Das Anne Frank House in Amsterdam gehört heute zu den bekanntesten Erinnerungsorten Europas.


Lotte Reiniger

Geboren: 2. Juni 1899 in Berlin
Gestorben: 19. Juni 1981 in Dettenhausen

Charlotte „Lotte“ Reiniger war eine deutsche Filmpionierin und Regisseurin. Sie gilt als eine der wichtigsten Persönlichkeiten des frühen Animationsfilms.

Foto: gemeinfrei

Berühmt wurde sie durch ihre besondere Technik des Scherenschnitt-Animationsfilms. Ihre Figuren bestanden aus beweglichen schwarzen Silhouetten. Ihre Animation mit Silhouetten fotografierte sie auf einem selbstgebauten Tisch. Eine Glasplatte wird von unten beleuchtet, darauf werden die aus schwarzer Pappe geschnittenen und beweglichen Figuren gelegt. Eine oberhalb des Tisches angebrachte Kamera fotografiert die Szene. Die frühen  Stummfilme verlangten 16 Aufnahmen je Sekunde.

Ihr bekanntester Film ist: „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“ (1926). Dieser Film gilt als der älteste erhaltene abendfüllende Animationsfilm der Welt. Weitere Werke sind: „Doktor Dolittle und seine Tiere“, „Papageno“, zahlreiche Märchen- und Kurzfilme.

Lotte Reiniger setzte sich für die Freiheit der Kunst und unabhängige Kreativität ein. Während des Nationalsozialismus distanzierte sie sich vom Regime und arbeitete zeitweise im Ausland.

Damit unterstützte sie demokratische Werte wie:

  • kulturelle Freiheit;
  • Offenheit und Vielfalt;
  • unabhängige Kunst ohne staatliche Kontrolle.

Als eine der ersten erfolgreichen Regisseurinnen Europas wurde sie außerdem zu einem Symbol für Gleichberechtigung und kulturellen Austausch in Europa.

Bedeutung und Auszeichnungen
  • Pionierin des Animationsfilms
  • Internationale Anerkennung für ihre innovative Filmtechnik
  • Großer Einfluss auf die Entwicklung des Trickfilms in Europa

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