Den Mund aufmachen

Wenn Deutsche sagen, dass jemand „den Mund aufmachen“ muss, meinen sie damit meistens nicht die physische Bewegung beim Essen oder Sprechen. Es ist eine sehr beliebte Redewendung, die eine wichtige gesellschaftliche Bedeutung hat.

„Den Mund aufmachen“ bedeutet Zivilcourage zeigen. Es heißt, dass man nicht schweigend zusieht, wenn etwas Ungerechtes, Falsches oder Gemeines passiert. Wer den Mund aufmacht, sagt mutig seine Meinung, verteidigt andere Menschen oder kritisiert ein Problem – auch wenn es unangenehm ist.

Das Gegenteil ist „den Mund halten“ (schweigen/nichts sagen).

Kurz gesagt: Wenn du Ungerechtigkeit siehst, bleib nicht still. Sprich es aus!

Die Beispiele:
  • „Der Chef war total ungerecht zu Kollegin Müller. Aber niemand hat den Mund aufgemacht.“
  • „Wenn wir Rassismus auf der Straße sehen, müssen wir alle den Mund aufmachen!“
  • „Du musst in der Teambesprechung endlich mal den Mund aufmachen, sonst merkt niemand, wie viel Arbeit du machst!“
Wichtige Grammatik-Notiz: Das Verb aufmachen ist ein trennbares Verb.
  • Präsens: Ich mache den Mund auf.
  • Perfekt: Ich habe den Mund aufgemacht.

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