Berühmte Deutsche – geboren im August

Johann Wolfgang von Goethe

Geboren: 28. August 1749 in Frankfurt am Main
Gestorben: 22. März 1832 in Weimar (Thüringen)

Johann Wolfgang von Goethe gilt als der bedeutendste deutsche Dichter und einer der wichtigsten Schriftsteller der Weltliteratur. Doch Goethe war nicht nur Autor, sondern auch Naturwissenschaftler, Staatsmann und Denker. Mit seinen Werken beeinflusste er die deutsche Sprache und Kultur bis heute.

Goethe wuchs in einer wohlhabenden und gebildeten Familie auf. Sein Vater Johann Caspar Goethe war Jurist und kaiserlicher Rat, seine Mutter Catharina Elisabeth Goethe war für ihren Humor und ihre Fantasie bekannt. Schon als Kind erhielt Goethe eine hervorragende Ausbildung. Er lernte mehrere Sprachen und interessierte sich für Literatur, Kunst und Naturwissenschaften.

Auf Wunsch seines Vaters studierte Goethe Rechtswissenschaften in Leipzig und Straßburg. Während des Studiums entdeckte er jedoch seine Leidenschaft für das Schreiben. Mit dem Roman „Die Leiden des jungen Werthers“ wurde er bereits als junger Mann in ganz Europa berühmt. Später entstanden weitere weltbekannte Werke wie „Faust“, „Wilhelm Meisters Lehrjahre“, „Iphigenie auf Tauris“ und „Egmont“.

Goethe heiratete nie offiziell seine langjährige Lebensgefährtin Christiane Vulpius, mit der er viele Jahre zusammenlebte. Erst 1806 schlossen die beiden die Ehe. Sie hatten einen Sohn, August von Goethe. Nach Christianes Tod lebte Goethe zurückgezogen in Weimar, wo er bis an sein Lebensende arbeitete.

Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit war Goethe Minister am Hof des Herzogs von Sachsen-Weimar. Dort kümmerte er sich unter anderem um Bildung, Kultur, Wissenschaft und den Bergbau. Gleichzeitig forschte er auf den Gebieten der Botanik, Geologie und Farbenlehre.

Johann Wolfgang von Goethe starb am 22. März 1832 in Weimar. Seine letzten Worte sollen gewesen sein: „Mehr Licht!“

Warum ist Goethe so berühmt?
Goethe gilt als der größte deutsche Dichter und als einer der bedeutendsten Vertreter der europäischen Aufklärung und Klassik. Seine Werke handeln von Freiheit, Verantwortung, Bildung und der Entwicklung des Menschen. Sie werden bis heute an Schulen und Universitäten auf der ganzen Welt gelesen und haben die deutsche Literatur wie kaum andere geprägt.


Hermann Hesse

Geboren: 2. August 1877 in Calw (Baden-Württemberg)
Gestorben: 9. August 1962 in Montagnola (Schweiz)

Hermann Hesse gehört zu den bekanntesten deutschen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Seine Bücher werden bis heute auf der ganzen Welt gelesen, weil sie von der Suche nach dem Sinn des Lebens, von Freiheit und Menschlichkeit erzählen.

Hesse wuchs in einer gebildeten Familie auf. Sein Vater Johannes Hesse war Missionar und Theologe, seine Mutter Marie Gundert stammte ebenfalls aus einer Missionarsfamilie. Die Eltern wünschten sich, dass ihr Sohn Pfarrer werden sollte. Hermann interessierte sich jedoch mehr für Literatur und Schreiben. Er besuchte zunächst ein evangelisches Seminar, verließ es aber bald. Danach machte er eine Ausbildung in einer Buchhandlung. Dort entdeckte er seine Liebe zu Büchern und begann selbst zu schreiben.

1904 heiratete Hermann Hesse Maria Bernoulli. Das Ehepaar bekam drei Söhne. Wegen familiärer Probleme und der Krankheit seiner Frau wurde die Ehe später geschieden. Danach war Hesse noch zweimal verheiratet. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er mit seiner dritten Ehefrau Ninon Dolbin im schweizerischen Montagnola.

Berühmt wurde Hermann Hesse durch Romane wie „Siddhartha“, „Der Steppenwolf“, „Demian“ und „Das Glasperlenspiel“. In seinen Büchern schrieb er über die Entwicklung des Menschen, Selbstvertrauen, Frieden und die Suche nach dem eigenen Lebensweg.

Während des Ersten und Zweiten Weltkriegs sprach sich Hesse gegen Krieg, Hass und Nationalismus aus. Er unterstützte Schriftsteller, die vor dem nationalsozialistischen Regime fliehen mussten, und setzte sich für Humanität und Frieden ein. Deshalb gilt er als ein wichtiger Vertreter demokratischer und humanistischer Werte.

Für sein literarisches Werk erhielt Hermann Hesse 1946 den Nobelpreis für Literatur.

Hermann Hesse starb am 9. August 1962 in Montagnola in der Schweiz.

Warum ist Hermann Hesse berühmt?
Hermann Hesse zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Seine Werke ermutigen die Menschen, selbstständig zu denken, Verantwortung zu übernehmen und friedlich miteinander zu leben. Damit hat er die Literatur und das humanistische Denken bis heute nachhaltig geprägt.


Wolfgang Paul

Geboren: 10. August 1913 in Lorenzkirch (Sachsen)
Gestorben: 7. Dezember 1993 in Bonn

Wolfgang Paul zählt zu den bedeutendsten deutschen Physikern des 20. Jahrhunderts. Mit seinen Forschungen legte er wichtige Grundlagen für die moderne Atomphysik und erhielt dafür 1989 den Nobelpreis für Physik.

Wolfgang Paul wuchs in einer akademischen Familie auf. Sein Vater Theodor Paul war Professor für pharmazeutische Chemie, seine Mutter Elisabeth Paul kümmerte sich um die Familie. Schon früh interessierte sich Wolfgang für Mathematik und Naturwissenschaften. Nach dem Abitur studierte er Physik an den Universitäten München, Berlin und Göttingen. 1939 promovierte er und begann seine wissenschaftliche Laufbahn.

Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Wolfgang Paul an der Universität Bonn, wo er viele Jahre Professor für Experimentalphysik war. Dort leitete er zahlreiche Forschungsprojekte und bildete junge Wissenschaftler aus. Außerdem engagierte er sich am europäischen Forschungszentrum CERN, das heute zu den wichtigsten Einrichtungen für Teilchenphysik weltweit gehört. Seine Arbeit trug wesentlich dazu bei, die internationale Zusammenarbeit der Wissenschaft nach dem Krieg zu stärken.

Auch privat führte Wolfgang Paul ein erfülltes Leben. Er war zweimal verheiratet und hatte vier Kinder. Zwei seiner Söhne entschieden sich ebenfalls für den Beruf des Physikers und setzten damit die wissenschaftliche Tradition der Familie fort.

Berühmt wurde Wolfgang Paul durch die Entwicklung der Paul-Falle, einer besonderen Ionenfalle. Mit ihr lassen sich elektrisch geladene Teilchen über längere Zeit festhalten und äußerst präzise untersuchen. Diese Erfindung ist bis heute von großer Bedeutung für die Physik, Chemie und Medizin. Sie wird unter anderem in der Grundlagenforschung, der Massenspektrometrie und bei der Entwicklung moderner Quantentechnologien eingesetzt.

Für diese bahnbrechende Leistung erhielt Wolfgang Paul 1989 den Nobelpreis für Physik. Er starb am 7. Dezember 1993 in Bonn.

Warum ist Wolfgang Paul berühmt?
Wolfgang Paul gilt als einer der wichtigsten deutschen Physiker des 20. Jahrhunderts. Seine Forschung hat unser Verständnis der kleinsten Bausteine der Materie entscheidend erweitert. Seine Erfindungen werden bis heute in Laboren auf der ganzen Welt genutzt und leisten einen wichtigen Beitrag zum wissenschaftlichen Fortschritt.


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